… kurz zurück schauen
2010 ist etwas mehr als zur Hälfte rum. Zeit mal ein kleine Zwischenbilanz zu ziehen.
Mein Beziehungsstatus hat sich geändert. Klingt jetzt verdammt nach Facebook
aber darf es ja ruhig auch wenn man Social Media, Social Networking gescheit nutzt dann sind sie ein Zugewinn. Und das Ich internetaffin bin zeigt nicht zuletzt ja auch das ich in diesem meinen Blog nicht nur thematisch blogge sondern es mehrheitlich als öffentliches Tagebuch nutze.
So bedrückend und emotional negativ belastet diese Änderung anfänglich war, ja ich habe ein paar Packungen Kleenex durch geheult, so ändert sich der Blickwinkel auf sie doch auch über die Zeit. Heute sieht die Welt anders aus als noch Mitte Februar. Heute sitze ich hier und fühle diese Änderung mehr als positive Herausforderung für mich als das Ende der Welt.
Und was ist sonst so passiert? Ich weiß viele mag jetzt wahrscheinlich mehr interessieren was genau sich emotional bei mir geändert hat – Geduld
– kommt alles noch – später – vielleicht.
Ich habe ende Januar an meinem ersten 24h Schwimmen teilgenommen. War da zwar keine 24h im Bad/Wasser sondern nur von 15:00 bis 23:00 Uhr. In dieser Zeit theoretisch alle Totenkopfschwimmabzeichen gemacht. Offiziell nur das 2h Abzeichen. Geldmangel halt ![]()
Geldmangel ist eh so ein Zustand der mich dieses Jahr anhaltend begleitet. Doch das ist nur ein materielles Ding. Das hat faktischen Einfluss auf mein Leben aber nicht was meine generelle Gemütslage anbelangt. Das hatte es früher mal. Aber sich den Kopf mit negativen Gedanken voll zu stellen gleicht das Konto auch nicht aus. Da gibt es bessere Ansätze.
Unter dem Strich sind beim #24schwuptwup 7,5km auf der Scorecard abgehakt gewesen. So weit war ich noch nie geschwommen. Um es mal etwas greifbarer zu machen, das ist die Strecke vom Vereinsheim der Kettwiger Rudergesellschaft die Ruhr rauf bis zum Wehr am Baldeneysee. Und seither schwimme ich regelmäßig am Samstag kurz nach 09:00 im SZ Rüttenscheid. Einer der positiven Aspekte von Social Networking. #tmf – Twitter macht fitter!! Weil wie bei vielen Dingen, gerade dann wenn es um sportliche Dinge geht, gehen sie einem viel viel leichter von der Hand wenn man sie in der Gruppe macht. Vorzugsweise in einer Gruppe die unterschiedliche Ansätze nicht nur tolleriert sondern einfach akzeptiert. Beim samstäglichen Schwimmen klappt das hervorragend. Zusammen hin und zusammen zurück aber im Becken jeder auf seiner Bahn mit seiner eigenen Pace. Und nach mindestens 45″ im Wasser sind dann alle Beteiligten zufrieden.
Am ersten Tag des Februar dann ein ‘einschneidendes’ Ereignis. Seither habe ich eine 4 vorne stehen. An diesem Tag habe ich so viele Glückwünsche bekommen wie in den letzten 10 Jahren zusammen nicht. Es scheint doch einen positiven Effekt zu haben wenn man sich seinen Mitmenschen gegenüber öffnet. Das Wort Empathie mal in der Wiki nachschlägt und dessen Bedeutung dann versucht (und offentlich auch schafft) immer häufiger um zu setzen, es zu leben.
War sonst noch was im Februar? Ja ich glaube immer noch Schnee. Dieses Jahr habe ich es wirklich bereut mir letztes Jahr im späten Sommer nicht schon im Ebay einen Satz Spikes für ALEX ersteigert zu haben. So habe ich ALEX dann im Winter mal ein paar Wochen in Essen geparkt und mir in Maastricht ein MTB aus Firmenbeständen ausgeliehen. Mit 25er Rennradreifen ist man bei fest gefahrenem Schnee einfach nicht gut beraten/bereift. Daher jetzt mal so langsam über Spikes nachdenken. Der nächste Winter kommt bestimmt. Und es reitzt mich schon die Strecke Maastricht – Aachen (oder umgekehrt) mal bei Schnee zu fahren.
April war ein harter Monat. Moni aus der Kur zurück – und damit der Wandel des Beziehungsstatus am Wochenende in unmittelbarer Nähe. Fühlbar, sichtbar und für mich zu diesem Zeitpunkt nicht immer ganz verarbeitet. Was tun? Flucht nach vorne? Ja, aber nicht unbedingt im Sinne von kreativer Konfrontation sondern mehr im Sinne von abgeschiedener Separation. Mal Samstags erst schwimmen gehen um dann Sonntags Jogi und seine Krabbelgruppe auf dem Rad rund um Oberhausen zu begleiten. Immerhin war es bis zur TorTour de Ruhr auch nicht mehr so lange hin und an eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 8km/h auf dem Rad muss man sich auch erstmal gewöhnen. Ein anderes Wochenende auch wieder im Dunstkreis von Jogi am 24h Lauf – Kultur-Run – teilgenommen.Teilgenommen mit der Ambition die 100km zu knacken und dann doch bei für mich verteufelt guten 66km duschen gegangen. Dennoch eine prägende Erfahrung. Zusammen mit den beiden Radbegleitungen zum Schrägen-O-Weg in 2009/2010 und meiner eigenen Teilnahme an diesem Vorbereitungslauf (56km) zur TTdR ein prägendes Erlebnis. Ja Laufen ist mein Ding! Nicht unbedingt schnell, aber dafür um so länger!
Auf dem Rad sieht es etwas anders aus. Da mag ich gerne auch auf langen Strecken (>100km) einen Schnitt deutlich über 25km/h in welligem Gelände mit 20kg Zuladung in den Packtaschen erreichen wollen. SOOO weit bin ich da auch nicht mehr von entfernt. Sehr zum Leidwesen der meisten Amateurrennradfahrer die regelmäßig hinter mir abreißen lassen müssen.
Und wenn ich jetzt voller Stolz geschwellter Brust schreibe das ich auf dem Rad ausdauernd und schnell geworden bin dann hätte ich mir in 2009 genau diese Aussage noch verkniffen. Hätte sie für mich behalten und gerne auch mal eine Tour mit angezogener Handbremse unternommen. Warum? Weil ich Moni nicht unter Zugzwang setzen wollte und mich dann lieber zurück genommen habe.
Warnung!
So was geht nach hinten los. Moni merkte es nach wenigen Metern schon das ich schneller wollte. Und ich merkte das sie es merkte und fuhr langsamer – AHA – man ahnt die Zwickmühle, das sich gegenseitig Matt setzen.
Aber ich gleite schon wieder etwas in die emotionelle Schiene ab – wollte ich doch gar nicht.
Passend zum 1. Mai habe ich dann meinen unbefristeten Arbeitsvertrag zusammen mit einer sehr guten Beurteilung und einer nur sehr durchschnittlichen Einmalzahlung (wieviel kostet eigentlich ein Lolli?) bekommen.
Überhaupt war der Mai arbeitstechnisch ein sehr angenehmer Monat. Hatte es schon mit dem ‘Königinnentag’ am 30.04. angefangen. Da bin ich dann am 29. schon zurück nach Essen gekommen und habe den 01.05. (der in den NL kein Feiertag ist) Homeoffice gemacht. Abends dann zum Cocktail Tweetup ins Faces-II. Das ist direkt neben dem Unperfekthaus und Samstag morgens so gegen kurz nach 00:30 auf 2 weitere Cocktails ins Daktari umgezogen zusammen mit Maik und Claudia.
Den Rest des Samstags dann in angenehmer Dunkelheit verbracht ![]()
Die Woche drauf war in NL Tag der Befreiung am 04.05. Und noch eine Woche drauf noch ein Feiertag, dann Pfingsten und damit das Wochenende der TTdR. 230km nonstop im Sattel auf dem Fahrrad. Ich habe es ausführlich beschrieben – es war doch ein unbeschreibliches Erlebnis und 2012 bin ich selber dabei. Vielleicht nicht auf den 230km aber auf den 100km mindestens!
Juni und Juli sind irgendwie noch zu frisch. Ausgenommen die Gruppenläufe zur Kulur-Lauf-Stadt und die dabei zusammen mit Gerd konkretisierte Idee zum A40Run auf der im Rahmen des Still-Lebens-Ruhrschnellweg am 18.07.2010 von Duisburg bis Dortmund gesperrten Bundesautobahn A40.
Was soll ich sagen?! Wir haben es gemacht! Sind auf der Autobahn gelaufen. Zwar keinen Marathon, weil nach 26km ging es nur noch Stop&NoGo
Und?! Wir waren dabei – waren mitten drin!
Dank hier auch nochmal für die Unterstützung von www.derwesten.de, www.brooksrunning.de, www.marathon4you.de
Und wenn ich jetzt nach vorne schaue?! Was wird dort sein?
Sicherlich ist so ein Event wie der A0Run kaum mehr zu toppen. Will ich aber für mich auch gar nicht! Ich will die 100km knacken beim 24h Lauf in Breitscheid. Gehe vorab mit Genuß und ein paar Freunden aus Twitter und Facebook beim 24h Schwimmen in Dormagen an den Start, und freue mich dann am Tag der Zeitumstellung auf den Stirnlampenlauf.
Ach ja – und am 21.08. nehme ich voraussichtlich an einem der wenigen organisierten Läufe mit Startgeld dieses Jahr teil – Nürburgringlauf – laufend durch die grüne Hölle. Wer läuft und sich im gleichen Maße für den Motorsport interessiert sollte hier wenigstens einmal gelaufen sein. Warum? Finde es heraus – mehr verrate ich nicht.
Und jenseits des Laufens? Niebelungen Triathon in Xanten! Ein paar Runden um den Baldeneysee auf Inlinern. Weitere Bahnen mit Claudia und ihrer Mutter im SZ RÜ, ein paar-hundet-kilometer hier auf meinen Hausstrecken an den Kanälen in Belgien entlang laufen.
Und wenn mich der Wahnsinn juckt dann im Dezember der 5km Spendenlauf am Baldeneysee (5km können SO WEH TUN) und am 31.12. die 10km auf Zollverein.
Und neben dem Sport?
Was ist neben dem Sport? Ich habe einen 40h/WO Job und was danach noch überig bleibt ist meins und bisher ist meins der Sport!












