macht mir die L106 der EVAG in Essen einen Strich durch die Rechnung
Es ist ja nicht so das die Nutzung des ÖPNV für mich eine mentale Hürde darstellen würde. Nein ich bin bekennender ÖPNV Nutzer und das aus Überzeugung. Aber manchmal gibt es da halt auch Situationen die sich häufen und wo man dann denkt ‘MIST das ist doch wie verhext’.
Eine solche Situation durfte ich gerade wieder mit der L106 der EVAG erleben. Ja, eigentlich ist es immer diese L106 die mir Situationen auf die ich mich nicht eingestellt habe beschert. Und nicht weil sie überpünktlich ist sondern weil es genau diese Linie ist die mir jetzt schon mehrfach einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Einziger Unterschied – bisher war es immer ein Wochenende an dem mein Fahrplan schon im ersten Glied der Kette gerissen ist. Und dabei nutze ich nicht mal den Bus sondern greife vornehmlich auf Verkehrsmittel aus dem Segment Rad-Schiene zurück weil die angeblich weniger durch den automobilen individual Verkehr beinflusst sind. Pustekuchen! Es ist immer die L106 die einem in die Suppe spuckt. Eine schnöde Straßenbahn.
Doch zurück zum hier und jetzt und warum ich so sickig bin.
Ich hatte vor nicht einmal 2 Wochen Geburstag. Das ist ein Fakt an dem ich nichts ändern kann. Und es ist eine übliche Gepflogenheit das man dann auch schon mal was geschenkt bekommt. Ich in diesem Fall ein Ticket für das DEG Heimspiel am 12.02.2010. PRIMA ich stolz wie Bolle weil damit hatte ich nicht gerechnet. Gut die die sich heute zum Eishockey treffen wollten hatten das schon länger geplant aber das ich mein Ticket dann von einer der Beteiligten geschenkt bekomme war so nicht geplant. Ich war also zurecht positiv überrascht.
Was ich heute auch machen wollte war schon vor dem Spiel in Krefeld bei den Ersatzeltern von unserem Kater vorbei geschaut zu haben um mit dem ausgiebig kuscheln zu können. Da hat dann weniger der ÖPNV als vielmehr mein Chef einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber das war auch nur optional. Das Spiel war fest geplant.
Ich also zeitig zur Straßenbahnhaltestelle um sie auch ja nicht zu verpassen. Und dann gewartet. Beobachtet wie erst ein Mitwartender die Haltestelle frustriert verließ dann nach weiteren 10 Minuten eine ganze Famlie. Da war die letzte planmäßige Straßenbahn schon 13 Minuten überfällig und meine Anschluß S-Bahn auch weg. Doch den Glauben an den ÖPNV nicht aufgegeben. Nehme ich halt eine Bahn später und bin somit nicht 17 Minuten vor der Zeit am Treffpunkt sondern 3 Minuten zu spät. Mag ich zwar eigentlich nicht aber ließe sich ja nicht vermeiden. Die Verspätung noch getwittert um auch alle davon in Kenntnis zu setzen und weiter gewartet. Ich kam mir vor wie im Theater. Warten auf etwas das nicht kommt, dazu gibt es einen Klassiker der Bühnenkunst.
Nach weiteren 15 Minuten dann den Schedule auf ‘jetzt deutlich Verspätet’ umgestellt und mich gedanklich schon damit auseinander gesetzt das das heute wieder mal nichts wird. Eben so wie schon 2mal bei der Anreise zur ASV-Winterlaufserie oder zum Halbmarathon in Köln. Die L106 hat einfach ein schlechtes Charma.
Nach insgesamt 45 Minuten des zunehmends frustrierten Wartens dann die Entscheidung gefällt wieder heim zu gehen und alles ab zu sagen. Gesagt getan – und was passiert als ich den Schlüssel in die Haustür stecke? Genau – die L106 rumpelt mit mindestens 47 Minuten Verspätung die Rubensstraße runter.
Ach scheiß die Wand an. Ist eh alles zu spät!
Und nun sitze ich hier und blogge wobei ich eigentlich viel lieber auf der Tribüne stehen würde um der Jagd nach dem Puck zu zu sehen.
Steffie schulde ich moralisch ~16 Euro für das Ticket und Rumo eine Kuscheleinheit. Die bekommt Milla dann morgen weil egal was kommt, ob es Schwefel oder tote Frösche regnet, morgen fahre ich mit dem Rad!













Hi Markus
schade, dass es nicht geklappt hat, aber heute ist nicht alle Tage. Ich denke, wir kriegen das beim nächsten Mal hin! Dann geht’s erst nach Düsseldorf und danach nach Krefeld. Man muss ja vergleichen können
lg Markus
Hallo Markus!
Stimmt- Die Evag könnte den Status JEDES Fahrzeugs problemlos twittern, auf Google Maps anzeigen oders sonstwas, dann wüssten die Kunden, woran sie sind.
Warum wohl tut die Evag (wie auch andere Betriebe und die Bahn) genau das nicht?
Ein Schelm, wer da an Absicht denkt…
Ich habe früher so viele Stunden an Haltestellen sinnlos gewartet, bin dann doch gelaufen weil letzter Bus/Bahn weg (zu früh gefahren) oder ausgefallen. Ich hatte Busfahrer, die an Ampeln eingeschlafen sind- kurz: ich hatte genug
!
Ich wünsch Dir aber viel Glück bei weiteren Fahrten mit dem ÖPNV… Du kannst es dann ja auch brauchen;-)
Viele Grüße zurück
Harald
Hi Harald,
generell stehe ich ja zum ÖPNV – nur diese Häufung von Unzulänglichkeiten gerade dann wenn ich einen verläßlichen ÖPNV brauche widert mich an! Ein gescheites Kundeninformationssystem sollten in Zeiten von GSM und GPS wirklich nicht mehr die technischer Herausforderung sein.
Marksu
Es ist dieser “Service”, der aus ÖPNV Fahrern früher oder später konvertierte PKW/Motorradfahrer macht…